Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV)

Photovoltaik ist eine gute und nützliche Sache. Darüber sind sich die meisten Leute einig. Bei der Frage, ob sie auch schön und ästethisch sei, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander.

Für viele Architekten steht fest: Photovoltaik enspricht nicht ihren ästethischen Ansprüchen und lässt sich nicht befriedigend in ein Gebäude integrieren. Idealerweise platziert man die Anlage auf dem Flachdach, so dass man sie gar nicht sieht.

In den letzten Jahren hat sich jedoch im Bereich gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) viel getan. Solarmodule entwickeln sich immer mehr zum Baustoff der Gebäudehülle und können sich dieser anpassen.

Neben Sondergrössen und -formen sind unterschiedliche Farben und Texturen erhältlich. Auch glänzen und reflektieren die Modulflächen nicht mehr zwangsläufig, sondern können auch matt erscheinen. Zudem sind Photovoltaikmodule mittlerweile auch lichtdurchlässig und als Isolierglas erhältlich und können z.B. in Lichthöfen als stromproduzierende Fenster-/ Verschattungselemente eingesetzt werden.

Gebäudeintegrierte Photovoltaikmodule sind also multifunktional. Neben der Stromproduktion übernehmen sie auch bauliche Funktionen. Die Anwendungsbereiche sind sehr vielfältig.

Der Anschaffungspreis einer Solarfassade ist vergleichbar mit einer normalen Glasfassade. Dank der Stromproduktion ist die Solarfassade nach 30 Jahren jedoch günstiger als eine Fassade mit Verputz.